Als besonders problematisch werden Abflüge über den Müggelsee eingestuft. Für die Havelseen nahe Potsdam werden lärmmindernde Anflugverfahren empfohlen. Die Fluglärmbelastung wird dort insgesamt als „eher gering“ eingeschätzt.
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will die endgültigen Flugrouten am 26. Januar bekanntgeben. Diese müssen „im Benehmen“ mit dem Umweltbundesamt vorgelegt werden, das seinen Sitz im sachsen-anhaltinischen Dessau/Roßlau hat. Dazu liegen jetzt sogenannte lärmfachliche Bewertungen der verschiedenen Flugroutenvarianten der Flugsicherung vor.
Die derzeitigen Vorschläge der DFS würden zwar eine Reihe positiver Aspekte hinsichtlich des Lärmschutzes enthalten, heißt es in dem Papier, sie würden aber „der komplexen Besiedlungsstruktur in der Umgebung des Flughafens nur unzureichend gerecht“. Aus Sicht des Bundesamts sollten nach der Eröffnung des Flughafens am 3. Juni die Routen ein Jahr lang überprüft werden. In dieser Zeit soll ein intensives Lärm-Monitoring durchgeführt werden. Erst dann sollten die Flugrouten endgültig festgelegt werden.
Wie grundsätzlich für stadtnahe Flughäfen empfiehlt das Bundesamt auch für den neuen Berlin-Brandenburger Airport ein generelles Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Ergebnisse der Lärmwirkungsforschung würden belegen, dass nächtlicher Lärm zu Gesundheitsschäden führen kann. Überdies seien viele Bürger nach den Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens davon ausgegangen, dass sie nicht von Fluglärm betroffen sind.




