Trotz der Hürden für couragierte Wähler machten damals mehr als sonst der SED-Führung einen Strich durch die Rechnung. Vielleicht hatten viele von ihnen den Auftritt von Bärbel Bohley im Westfernsehen gesehen, die vorführte, wie man es machen muss, wenn man die „Kandidaten der Nationalen Front“ ablehnen will. Lengsfeld, die 1988 verhaftet wurde, weil sie an der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration mit eigenen Luxemburg-Zitaten („Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“) teilnahm, holte mit ihren Schilderungen die Zuhörer ins Jahr 1989 zurück.
Damals geschah in einigen Bruderländern Ungeheuerliches. Während in der DDR die Betonköpfe regierten, lud ein ungarischer Grenzkommandeur in ein Dorf nahe der österreichischen Grenze zum Pressetermin, um zu verkündete, dass sich die Grenzanlagen im Verfallszustand befinden. Sie herzustellen, koste Geld. Deshalb habe man sich entschlossen, sie abzubauen.
Das war laut Lengsfeld am 2. Mai 1989, also bevor Ungarns Außenminister Gyula Horn den Stacheldraht durchtrennte. Und Polens Reformkommunisten luden die verbotene Solidarnosc an den Runden Tisch, den sie schon im Sommer des Vorjahres hatten anfertigen lassen, so Lengsfeld. Eine Weitsicht, die dem SED-Politbüro fehlte. Egon Krenz verkündete am Wahlabend, 98,85 Prozent hätten für die Einheitsliste gestimmt. „Den Wahlbetrug wurde die SED nicht mehr los.“ Wie das Jahr endete, ist bekannt. Lengsfeld kämpft heute nach eigenen Bekunden gegen Geschichtsfälscher, die sie in der Linken verortet. Teltows CDU-Stadtverordneter Peter-Joachim Trog empörte sich gleich über den Bürgermeister-Kandidaten der Linken, Thomas Bertz, der bei seiner Kandidatenkür sagte, die DDR sei für ihn kein Unrechtsstaat gewesen.
CDU-Kandidatin Serena Martina Meier-Zeh interessierte, wie es sein kann, dass Leute für freie Wahlen kämpften, heute viele aber oft nicht wählen gehen. Lengsfeld: „Es liegt zum Teil an den Parteien, die nicht mehr so sehr unterscheidbar sind.“ Sie wünsche sich von der CDU „mehr Pep, mehr Kante“. Ein Mann flüsterte: „Das ist nicht der Stil Merkels.“
Eröffnet wird der Abend um 18:30Uhr in den Räumen der co.don® AG, Warthestraße 21, durch Herrn Uwe Ahrens, Vorstandsvorsitzender der co.don AG und einer anschließenden Betriebsbesichtigung. Herr Ahrens ist darüber hinaus Vorstandsmitglied des Netzwerkes Gesundheitsstadt Berlin e.V. und Handlungsfeldbeauftragter des Berliner Senats und engagiert sich seit Jahren für gemeinsame Berlin-Brandenburger Netzwerke, insbesondere im Gesundheits- und Hochtechnologiebereich.
Die Auswahl der co.don® AG im Kontext des Veranstaltungsthemas zeigt die Anerkennung und Wertschätzung der biotechnologischen Kompetenzen und Erfolge des Unternehmens auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin zur Behandlung von Knorpel- und Bandscheibenschäden und ist auch Ausdruck der wachsenden Unternehmenswahrnehmung durch die Öffentlichkeit.




