TELTOW -Mit den Stimmen von SPD und Linken, einer Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament, haben Teltows Stadtverordnete auf ihrer Sitzung am Mittwoch ihren Willen bekundet, als Organisationsmodell zur Sanierung des maroden Kleinmachnower Freibads eine gemeinsame Besitz-Betriebsgesellschaft zu wählen. Einer Überprüfung der Gemeinde Kleinmachnow zufolge kommt als mögliche Rechtsform eine GmbH oder eine GmbH & Co. KG in Frage.
TELTOW - Der Teltower Landtagsabgeordnete Sören Kosanke (SPD) hat Medienberichte zurückgewiesen, nach denen er sich im Jahr 2008 einer „strafbaren Wahlrechtsverletzung“ schuldig gemacht haben soll. Sein Anwalt Johannes Eisenberg teilte gestern mit, dass „eine Strafbarkeit Kosankes ausgeschlossen“ sei. Wie berichtet, wird dem SPD-Politiker vorgeworfen, dass er am 28. September 2008 an der Kommunalwahl in Teltow teilgenommen habe, obwohl er noch nicht in der Stadt wohnte.
RANGSDORF/POTSDAM - CDU-Landeschefin Saskia Ludwig hat eine für ihre Partei ungewöhlich kritische Haltung zum neuen Großflughafens in Schönefeld eingenommen. Ludwig, die gleichzeitig CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag ist, hatte sich am Montagabend in Rangsdorf (Teltow-Fläming) mit Bürgerinitiativen getroffen, die gegen die geplanten Flugrouten und für ein weitreichendes Nachtflugverbot kämpfen.
TELTOW - Mit zehn Besuchern fing 2002 das traditionelle japanische Kirschblütenfest Hanami an. Ein Tisch, ein paar Stühle und ein Grill, mehr war nicht. Bei der mittlerweile zehnten Auflage wird an der Stadtgrenze Teltows zu Berlin in ganz anderen Dimensionen gefeiert. Verlässliche Zahlen gab es vom Veranstalter nicht, die Vorjahreszahl von 6 000 Gästen dürfte am gestrigen Sonntag aber erreicht worden sein.
Ursprung der Beziehungen zwischen Teltow und Japan war eine Pflanzaktion des Fernsehsenders Asahi TV Group, der 1989 an der Glienicker Brücke, am Pariser Platz in Berlin-Mitte und auf dem ehemaligen Teltower Grenzstreifen zwischen Seehof und Sigridshorst 10 000 Bäume pflanzen ließ.
Am frühen Sonntagnachmittag sind auf der Sigridshorster Bühne gedämpfte, melancholische Klänge des Chors der Berliner Liedertafel zu hören. Sie sind der Vorgeschmack auf das mittlerweile zehnte Hanami, das ganz im Zeichen der Solidarität mit den Japanern steht. Genauer gesagt mit einem Waisenhaus in der stark vom Tsunami betroffenen Millionenstadt Sendai. „Diese Solidarität von 1989 ist keine Einbahnstraße“, erinnerte die CDU-Landes-Chefin Saskia Ludwig an die edle Spende zum Fall der Mauer und an die vom Erdbeben verursachte Katastrophe vom März in Japan. Alle am gestrigen Sonntag gesammelten Spenden kommen der Kindereinrichtung zugute, denn das Waisenhaus braucht dringend einen Erweiterungsbau und eine Begegnungsstätte. Dort sollen Waisen an Pflegeeltern vermittelt werden, die ihre Kinder bei der Naturkatastrophe verloren haben.
POTSDAM-MITTELMARK - Es wird ernst: Auf tausende Grundstücksbesitzer im Potsdamer Umland kommen hohe Abgaben für die Modernisierung des Wassernetzes seit 1990 zu. Es geht um mehrere tausend Euro pro „altangeschlossenem“ Grundstück.
In Teltow-Seehof sind die ersten Schreiben bereits in den Haushalten eingetroffen, in anderen Gemeinden des Potsdamer Umlandes kündigt sich die Forderungswelle der Wasser- und Abwasserverbände an Grundstücksbesitzer wie ein Donnergrollen an.
„Das gibt einen Flächenbrand!“, warnt der Teltower CDU-Fraktionsvorsitzende Peter-Joachim Trog, der selbst einen Bescheid erhalten hat. Als Eigentümer eines rund 1000 Quadratmeter großen Grundstückes, das schon zu DDR-Zeiten am Wassernetz hing, soll er rund 3700 Euro an den Wasserverband entrichten.






